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Langzeit-Doku #1: Die Startbilanz – fünf Monate im Sattel

Willkommen zur ersten Ausgabe meiner Langzeit-Dokumentation. Bevor es ab der nächsten Ausgabe monatlich mit konkreten Kennzahlen weitergeht, ziehe ich hier eine ehrliche Startbilanz: Wo stehe ich, seit ich im Februar mit dem Peloton-Training begonnen habe?

Autor: Sascha Radermacher
Ausgabe 1 · Juli 2026
Langzeit-Einzelfall (n=1)

ℹ️ Teil einer Serie

Das ist Ausgabe 1 meiner Langzeit-Dokumentation. Die Übersichtsseite mit dem Status-Dashboard zeigt den aktuellen Gesamtstand und verlinkt alle Ausgaben. Kurz zur Einordnung: persönlicher Einzelfall (n=1), keine Studie, kein Heilversprechen – ich lebe seit 2014 ohne Insulin und ohne Diabetes-Medikamente.

Wie alles anfing: Februar

Im Februar 2026 habe ich mit dem Peloton-Rad angefangen. Der Reiz für mich: Es ist messbar. Jede Einheit liefert Zahlen – Distanz, Leistung, Trittfrequenz – und ich sehe schwarz auf weiß, ob ich vorankomme. Für jemanden, der seinen Stoffwechsel selbst in der Hand behalten will, ist das Gold wert.

Zeitleiste der Trainings-Dokumentation Zeitleiste des Weges seit Februar 2026. Februar: Start mit dem Peloton-Rad. Frühjahr: Aufbau der Routine und erste Erfolge. Juli 2026: erste Bilanz mit persönlichem 30-Minuten-Rekord und sehr aktiven Tagen, zusätzlich Krafttraining im Fitnessstudio. Ab Herbst: monatliche Ausgaben geplant mit Zeit im Zielbereich, Gewicht und Laborwerten. Das langfristige Ziel ist, den Typ-2-Diabetes ohne Medikamente in Remission zu halten. Der Weg – von Februar bis heute und weiter Februar Start mit dem Peloton-Rad Frühjahr Routine aufbauen, erste Erfolge Juli 2026 Erste Bilanz: Rekord (285), aktive Tage + Kraft dazu ab Herbst monatliche Ausgaben: TIR, Gewicht, Labor Langfristiges Ziel Den Typ-2-Diabetes ohne Medikamente in Remission halten – ehrlich dokumentiert, Schritt für Schritt.
Abb. 1: Der Weg seit Februar – vom Start über den Routineaufbau bis zur ersten Bilanz, und wie es weitergeht.

Wo ich heute stehe: die Zahlen

Aus dem Aufbau der letzten Monate sind ein paar Kennzahlen entstanden, auf die ich stolz bin. Stellvertretend eine dokumentierte 30-Minuten-Einheit:

Peloton-Kennzahlen einer Einheit Kennzahlen einer dokumentierten 30-Minuten-Peloton-Einheit. Gesamtleistung 249 Kilojoule, verbrannte Energie 469 Kilokalorien, Distanz 14,38 Kilometer, durchschnittliche Leistung 79 Watt mit Spitze 327 Watt, durchschnittliche Trittfrequenz 74 mit Spitze 105, Widerstand 35 Prozent, maximale Herzfrequenz 89 Prozent. Der persönliche 30-Minuten-Rekord liegt bei 285. Einzelfallbeobachtung. Eine Peloton-Einheit in Zahlen Aus meinen Aufzeichnungen (30-Min-Ride) · Einzelfall (n=1) Distanz 14,38 km Energie 469 kcal Ø Leistung 79 Watt (Top 327) 30-Min-Rekord 285 persönliche Best Trittfrequenz 74 Ø · Top 105 Widerstand 35 % Max. Herzfrequenz 89 % der Max Das Rad ist mein Anker: regelmässig, messbar, und ich sehe meinen Fortschritt schwarz auf weiss.
Abb. 2: Kennzahlen einer 30-Minuten-Peloton-Einheit – und mein persönlicher 30-Minuten-Rekord (285).

Der Wert, der für mich am meisten zählt, ist der persönliche 30-Minuten-Rekord von 285. Nicht weil die Zahl an sich wichtig wäre, sondern weil sie zeigt: Ich bin heute leistungsfähiger als im Februar. Kontinuität schlägt Intensität.

Der bisher aktivste Tag

Ein Höhepunkt war der 17. Juli: An einem einzigen Tag kamen rund 18,7 km zu Fuß (beim Erkunden von München) und 29,61 km auf dem Peloton zusammen – zusammen fast 48 km Bewegung. Das Beeindruckende war nicht die Strecke, sondern die Wirkung auf meinen Blutzucker: Trotz deftigem Essen blieb er weitgehend im Zielbereich. Die ganze Auswertung steht in „Wie Bewegung alles abpuffert”.

Warum jetzt Krafttraining dazukommt

Bisher lag mein Fokus auf dem Rad. Ab jetzt nehme ich Krafttraining im Fitnessstudio unter der Woche gezielt dazu. Der Grund ist nicht Optik, sondern Stoffwechsel: Mehr Muskelmasse bedeutet mehr „Speicherplatz” für Glukose und unterstützt die Insulinempfindlichkeit langfristig. Ausdauer und Kraft ergänzen sich – das eine senkt akut, das andere baut die Grundlage. Wie unterschiedlich mein Blutzucker auf beide Belastungsarten reagiert, habe ich in „Blutzucker beim Training” und „Sport: erst runter, dann rauf” beschrieben.

⚠️ Wichtig bei Medikamenten

Ich trainiere ohne Insulin und ohne Diabetes-Medikamente. Wer Insulin oder Sulfonylharnstoffe nimmt, für den kann intensives Training den Blutzucker stark senken (auch zeitverzögert und nachts) und Unterzuckerungen auslösen – Trainingsaufbau und Anpassungen gehören dann ins Gespräch mit dem Behandlungsteam.

Was diese Ausgabe (noch) nicht kann

Ehrlich bleibt ehrlich: Diese Startbilanz zeigt vor allem Training. Die wirklich aussagekräftigen Gesundheits-Kennzahlen – durchschnittliche Zeit im Zielbereich, Gewichtsverlauf, HbA1c – liefere ich ab der nächsten Ausgabe mit echten Monatswerten. Ich will keine Zahlen behaupten, die ich noch nicht sauber erhoben habe.

Der Ausblick auf Ausgabe 2

In der nächsten Ausgabe wird es konkret: der erste volle Monat mit durchschnittlicher Zeit im Zielbereich, dem Gewichtsverlauf und einem ehrlichen Fazit, wie sich die Kombination aus Rad und Kraft im Alltag anfühlt. Alles dokumentiert über tägliche Check-ins.

Das Wichtigste in Kürze

  • Start des Peloton-Trainings im Februar 2026 – gewählt, weil es messbar ist.
  • Persönlicher 30-Minuten-Rekord: 285 – Beleg für den Fortschritt seit dem Start.
  • Aktivster Tag (17.7.): fast 48 km (Gehen + Rad), Blutzucker trotz deftigem Essen stabil.
  • Ab jetzt kommt Krafttraining dazu – für die langfristige Insulinempfindlichkeit.
  • Ab Ausgabe 2: echte Monatswerte (Zeit im Zielbereich, Gewicht, später HbA1c).