Das ist Ausgabe 1 meiner Langzeit-Dokumentation. Die Übersichtsseite mit dem Status-Dashboard zeigt den aktuellen Gesamtstand und verlinkt alle Ausgaben. Kurz zur Einordnung: persönlicher Einzelfall (n=1), keine Studie, kein Heilversprechen – ich lebe seit 2014 ohne Insulin und ohne Diabetes-Medikamente.
Wie alles anfing: Februar
Im Februar 2026 habe ich mit dem Peloton-Rad angefangen. Der Reiz für mich: Es ist messbar. Jede Einheit liefert Zahlen – Distanz, Leistung, Trittfrequenz – und ich sehe schwarz auf weiß, ob ich vorankomme. Für jemanden, der seinen Stoffwechsel selbst in der Hand behalten will, ist das Gold wert.
Wo ich heute stehe: die Zahlen
Aus dem Aufbau der letzten Monate sind ein paar Kennzahlen entstanden, auf die ich stolz bin. Stellvertretend eine dokumentierte 30-Minuten-Einheit:
Der Wert, der für mich am meisten zählt, ist der persönliche 30-Minuten-Rekord von 285. Nicht weil die Zahl an sich wichtig wäre, sondern weil sie zeigt: Ich bin heute leistungsfähiger als im Februar. Kontinuität schlägt Intensität.
Der bisher aktivste Tag
Ein Höhepunkt war der 17. Juli: An einem einzigen Tag kamen rund 18,7 km zu Fuß (beim Erkunden von München) und 29,61 km auf dem Peloton zusammen – zusammen fast 48 km Bewegung. Das Beeindruckende war nicht die Strecke, sondern die Wirkung auf meinen Blutzucker: Trotz deftigem Essen blieb er weitgehend im Zielbereich. Die ganze Auswertung steht in „Wie Bewegung alles abpuffert”.
Warum jetzt Krafttraining dazukommt
Bisher lag mein Fokus auf dem Rad. Ab jetzt nehme ich Krafttraining im Fitnessstudio unter der Woche gezielt dazu. Der Grund ist nicht Optik, sondern Stoffwechsel: Mehr Muskelmasse bedeutet mehr „Speicherplatz” für Glukose und unterstützt die Insulinempfindlichkeit langfristig. Ausdauer und Kraft ergänzen sich – das eine senkt akut, das andere baut die Grundlage. Wie unterschiedlich mein Blutzucker auf beide Belastungsarten reagiert, habe ich in „Blutzucker beim Training” und „Sport: erst runter, dann rauf” beschrieben.
Ich trainiere ohne Insulin und ohne Diabetes-Medikamente. Wer Insulin oder Sulfonylharnstoffe nimmt, für den kann intensives Training den Blutzucker stark senken (auch zeitverzögert und nachts) und Unterzuckerungen auslösen – Trainingsaufbau und Anpassungen gehören dann ins Gespräch mit dem Behandlungsteam.
Ehrlich bleibt ehrlich: Diese Startbilanz zeigt vor allem Training. Die wirklich aussagekräftigen Gesundheits-Kennzahlen – durchschnittliche Zeit im Zielbereich, Gewichtsverlauf, HbA1c – liefere ich ab der nächsten Ausgabe mit echten Monatswerten. Ich will keine Zahlen behaupten, die ich noch nicht sauber erhoben habe.
Der Ausblick auf Ausgabe 2
In der nächsten Ausgabe wird es konkret: der erste volle Monat mit durchschnittlicher Zeit im Zielbereich, dem Gewichtsverlauf und einem ehrlichen Fazit, wie sich die Kombination aus Rad und Kraft im Alltag anfühlt. Alles dokumentiert über tägliche Check-ins.
Das Wichtigste in Kürze
- Start des Peloton-Trainings im Februar 2026 – gewählt, weil es messbar ist.
- Persönlicher 30-Minuten-Rekord: 285 – Beleg für den Fortschritt seit dem Start.
- Aktivster Tag (17.7.): fast 48 km (Gehen + Rad), Blutzucker trotz deftigem Essen stabil.
- Ab jetzt kommt Krafttraining dazu – für die langfristige Insulinempfindlichkeit.
- Ab Ausgabe 2: echte Monatswerte (Zeit im Zielbereich, Gewicht, später HbA1c).