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Produkttests, die den Blutzucker ernst nehmen

Ich teste Produkte nicht nach Geschmack allein, sondern mit meinem CGM am eigenen Körper – unter Alltagsbedingungen. Was meine Tests leisten können, was nicht, und nach welchem Protokoll ich vorgehe.

Autor: Sascha Radermacher

Aktualisiert: 15.07.2026
Evidenz: überwiegend gesichert

Wie ich teste CGM am eigenen Körper · n=1 · ehrlich eingeordnet gesichertplausibeloffenEinzelfall (n=1)

Transparenzhinweis: Für die hier vorgestellten Tests bestehen zum Stand dieses Artikels keine bezahlten Kooperationen mit den genannten Anbietern. Alle Produkte kaufe ich selbst. Sollte sich das ändern (z. B. Affiliate-Links oder gestellte Testprodukte), wird das im jeweiligen Artikel deutlich als Werbung gekennzeichnet.

Warum überhaupt Produkttests?

Seit 2014 beschäftige ich mich mit meiner Stoffwechselerkrankung – und mit der Frage, wie ich ohne Medikamente in die Remission kommen und dort bleiben kann. Sport, Disziplin und Ernährung sind dabei meine Werkzeuge. Produkte wie Proteinpulver, Low-Carb-Alternativen, Fertiggerichte oder Nahrungsergänzungsmittel begegnen einem auf diesem Weg ständig. Die Werbeversprechen sind laut, die tatsächliche Wirkung auf den eigenen Blutzucker ist oft eine ganz andere Geschichte.

Genau da setze ich an: Ich teste Produkte nicht nach Geschmack allein, sondern mit meinem CGM-Sensor (FreeStyle Libre 3) am eigenen Körper – unter Alltagsbedingungen, inklusive Training auf dem Peloton und den unplanbaren Nachteinsätzen bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Was meine Tests leisten können – und was nicht

Ehrlichkeit zuerst: Meine Messungen sind Einzelfallbeobachtungen (n=1). Sie zeigen, wie mein Körper auf ein Produkt reagiert. Sie sind keine Studie und lassen sich nicht 1:1 auf andere Menschen übertragen. Glukosereaktionen auf identische Mahlzeiten unterscheiden sich von Person zu Person erheblich – das ist wissenschaftlich gut belegt gesichert.

Deshalb gilt für jeden Testartikel auf dieser Seite:

  • Gesichert ist nur, was durch Leitlinien oder hochwertige Studien belegt ist – etwa dass die Kohlenhydratmenge einer Mahlzeit der wichtigste Treiber des Glukoseanstiegs nach dem Essen ist.
  • Plausibel sind Mechanismen, die gut begründet, aber für das konkrete Produkt nicht direkt untersucht sind.
  • Offen ist alles, wofür belastbare Belege fehlen – das betrifft insbesondere viele Nahrungsergänzungsmittel.
  • Meine eigenen Kurven sind immer als Einzelfallbeobachtung gekennzeichnet.

Mein Testprotokoll

Damit die Ergebnisse untereinander vergleichbar sind, teste ich nach einem festen Schema:

  1. Basislinie: Test im nüchternen oder standardisierten Zustand (gleiche Tageszeit, mindestens 3 Stunden nach der letzten Mahlzeit, kein Training unmittelbar davor).
  2. Dokumentation im Libre: Produkt, Menge und Uhrzeit notiere ich direkt in der Libre-App, verankert am Glukose-Zeitstempel.
  3. Beobachtungsfenster: Mindestens 3 Stunden nach dem Verzehr, Blick auf Peak-Höhe, Zeit bis zum Peak und Rückkehr zur Ausgangslage.
  4. Wiederholung: Auffällige Ergebnisse wiederhole ich an einem anderen Tag – ein einzelner Messwert kann täuschen (Stress, Schlaf, Vortagestraining).
  5. Kontext trennen: Tage mit Nachteinsätzen werte ich gesondert – stressintensive Einsätze lassen meinen Glukosespiegel auch ohne Essen steigen, moderates Ausdauertraining senkt ihn. Das würde sonst jedes Produktergebnis verfälschen.

Die Anbieter dieser Testserie

Den Auftakt machen sieben Anbieter aus drei Kategorien:

Kategorie Anbieter
Supplements & Protein More Nutrition, ahead, Nature Love, NATURTREU
Low-Carb-Lebensmittel Steiner’s (Steinerfood)
Fertiggerichte / Meal Prep FITTASTE, prepmymeal

Zu jedem Anbieter gibt es zunächst einen Grundlagenartikel: Wer steckt dahinter, was ist im Sortiment, was ist für Blutzucker und Stoffwechsel relevant – und was genau ich testen werde. Die eigentlichen CGM-Testberichte folgen, sobald die Messreihen abgeschlossen sind.

Wichtige Einordnung

Kein hier besprochenes Produkt kann eine Stoffwechselerkrankung heilen oder eine Remission herbeiführen. Remission entsteht – wenn überhaupt – durch das Gesamtpaket aus Gewichtsreduktion, Ernährung, Bewegung und ärztlicher Begleitung; die beste Evidenz dafür liefern strukturierte Programme wie die DiRECT-Studie gesichert. Produkte können diesen Weg höchstens erleichtern – oder ihn durch versteckte Kohlenhydrate und falsche Versprechen erschweren. Genau das will diese Serie sichtbar machen.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Änderungen an Ernährung, Training oder Medikation immer mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin besprechen.

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Kein Produkt kann eine Stoffwechselerkrankung heilen; Aussagen zur Remission beziehen sich auf den Gesamtlebensstil. Kein Heilversprechen.

Zuletzt aktualisiert: 21.07.2026