600 g gebratene Nudeln mit Hähnchen sowie „acht Kostbarkeiten“ mit Reis wurden mit insgesamt 140 g Kohlenhydraten notiert. Danach folgten ein Pop-Ride, ein Live-DJ-Madonna-Ride und ein Cooldown.
Warum der Tagesverlauf interessant ist
Die große Kohlenhydratmenge führte nicht sofort zum höchsten CGM-Wert. Während der ersten Belastung sank die Kurve bis 103 mg/dl. Danach stieg sie bis 154 mg/dl. Das passt zu einer Überlagerung aus verzögerter Verdauung, Trainingsbelastung und körpereigener Glukosebereitstellung. Der Einzelfall kann die Anteile nicht trennen.
Keine „Wegtrainieren“-Botschaft
Die Kurve blieb in diesem persönlichen Verlauf vergleichsweise begrenzt. Das bedeutet nicht, dass 140 g Kohlenhydrate durch Bewegung neutralisiert wurden. CGM zeigt Glukose im Gewebe, nicht die gesamte Stoffwechselbelastung; außerdem fehlen Kontrolltag, Insulinmessung und standardisierte Portionsbestimmung.
Was ein besserer Wiederholungstest braucht
- gewogene Portion und fotografierte Zutaten,
- klarer Trainingsstart mit nur einer Einheit,
- Beobachtung mindestens vier Stunden,
- Vergleichstag ohne Belastung nur, wenn medizinisch vertretbar.
Quellen und methodische Einordnung
- American Diabetes Association, Standards of Care in Diabetes—2026: Physical activity and exercise
- Trefts et al., Exercise and the Regulation of Hepatic Metabolism
- Bergenstal et al., Glucose Management Indicator (GMI)
- Zaharieva et al., CGM lag during aerobic exercise
- Emhoff et al., Gluconeogenesis and hepatic glycogenolysis during exercise
Die Werte in diesem Beitrag stammen von meinem eigenen Sensor (FreeStyle Libre 3) und sind eine Einzelfallbeobachtung (n = 1) – sie zeigen ein Muster bei mir, keine Regel für dich. Jede Aussage ist als gesichert, plausibel oder offen gekennzeichnet, und zeitliche Nähe gilt nie als Beweis für eine Ursache. Wie ich Zeitfenster, Sensorlatenz, Einflussfaktoren und Freigabe handhabe, steht gesammelt auf einer Seite. Zur Methodik
